Pavillon-Modell als Bereicherung
Deutsches Architektur-Museum schenkt St. Vincenzstift Aulhausen Ausstellungsstück - Japanisches Architektenpaar gilt als „Shooting-Star“ der Architekturszene
Aulhausen, den 23. Juni 2010.- Das St. Vincenzstift Aulhausen verfügt über eine neue Attraktion: Am Rande des Sommerfestes der Jugendhilfe Marienhausen (20.6.) enthüllte Direktor Dr. Dr. Caspar Söling eine Skulptur in der Nähe der Klosterkirche Marienhausen, die dauerhaft auf dem Gelände der Einrichtung stehen wird. Es handelt sich um einen Pavillon aus Holz, ein Geschenk des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt. Entworfen wurde der Pavillon, der in seiner Form an ein Iglu erinnert, vom japanischen Architektenpaar „Tezuka Architects“, die Bauten gestalten, die dem Bewohner und Nutzer huldigen.
In ihrer Heimat gelten die beiden als Shooting-Stars der aktuellen japanischen Architekturszene, machen sie doch seit Mitte der 1990er Jahre mit ungewöhnlichen Hausprojekten von sich reden. „Wir sind ausgesprochen stolz und froh, diesen außergewöhnlichen Pavillon nun auf unserem Gelände dauerhaft ausstellen zu können“, so der Direktor des St. Vincenzstiftes, Dr. Dr. Caspar Söling. Im vergangenen Jahr war der Pavillon in einer Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums (DAM) zu sehen, die sich den Werken des japanischen Architektenpaares widmete.
Bei dem Pavillon handelt es sich um ein Großmodell (Maßstab 1:4) des Pavillons „Woods of Net“, der im Original auf dem Gelände des Hakone Open Air Museums steht. Er ist eine aus 580 Einzelteilen zusammengesetzte Holzkonstruktion, in die im Original ein elastisches Sprungnetz für Kinder eingespannt ist. Die Balken fügen sich ohne metallische Verbindungen zu einem begehbaren Bauwerk zusammen. „Der moderne Pavillon und die alte Zisterzienserkirche - beide verkörpern archaische und immer noch präsente Bedürfnisse des Menschen, denen wir uns in unserer Arbeit verpflichtet fühlen“, so Dr. Dr. Söling.
Der Direktor dankte Prof. Wolfgang Dunkelau vom Fachbereich Architektur der FH Frankfurt, der mit seinen Studenten den Pavillon in Aulhausen ehrenamtlich aufgebaut hatte. Sie waren bereits im vergangen Jahr an der Errichtung des Pavillons für die Ausstellung beteiligt. „Mein besonderer Dank gilt dem Direktor des DAM, Peter Cachola Schmal, der uns dieses Pavillon-Modell angeboten hat. Es ergänzt hervorragend die Arbeiten des Atelier Goldstein, das seit vergangenem Jahr die ehemalige Klosterkirche Marienhausen zusammen mit Künstlern mit einer Behinderung neu gestaltet.“
Der Pavillon vor der Enthüllung
Staatssekretärin Petra-Müller Klepper und der Landtagsabgeordnete Peter Seyffardt enthüllen gemeinsam mit Direktor Dr. Dr. Caspar Söling den Pavillon, tatkräftig unterstützt von Peter Cachola Schmal (auf dem Pavillon), dem Direktor des Deutschen Architekturmuseums
