07.02.17 13:43 Alter: 308 days
Kategorie: Top News, St. Vincenzstift Pressemitteilungen
07.02.17

„Wir haben für jedes Kind einen Wohnplatz gefunden“

- Das Sankt Vincenzstift hält seine den Eltern gegebene Zusage ein
- Während Neubau von Kinderhaus Frank können Kinder in alternativen Wohnangeboten leben


Rüdesheim/Frankfurt, den 7. Februar 2017.- Nun steht es fest: Das Sankt Vincenzstift hat für jeden Bewohner des Kinderhauses Frank einen Wohnplatz gefunden, wo diese während des geplanten Neubaus vom Kinderhaus Frank in Frankfurt-Sossenheim betreut werden können. „Wir hatten den Eltern Mitte Dezember die Zusage gemacht, jedem Kind, bzw. Erwachsenen einen Wohnplatz anzubieten“, so Martin Pappert, der Pädagogische Geschäftsführer des Sankt Vincenzstifts. „Das ist uns gelungen.“

Im Januar waren MitarbeiterInnen des Sankt Vincenzstifts in den Arbeitsalltag des Kinderhauses Frank eingebunden, um die Kinder kennen zu lernen und den passenden Wohnplatz für sie zu prüfen. Es gibt Möglichkeiten in Wohngruppen des Sankt Vincenzstifts, des Alfred-Delp-Hauses (ADH) und in Einrichtungen anderer Träger. „Wir haben den Eltern angeboten, an vier verschiedenen Tagen unsere beiden Kinderhäuser Jona in Offenbach und Jonathan in Hofheim kennen zu lernen, wo wir dem Großteil der Kinder einen Platz anbieten“, sagte Stefan Solf, der Leiter der Wohnangebote des Sankt Vincenzstiftes im Rhein-Main-Gebiet. „In den nächsten Tagen und Wochen finden mit den Eltern Einzelgespräche statt, um mit ihnen gemeinsam über den künftigen Wohnplatz ihres Angehörigen zu entscheiden, so dass die Umzüge wie geplant Anfang April erfolgen können.“  Die Kinder könnten weiterhin die Viktor-Frankl-Schule besuchen, die Stadt Frankfurt werde weiterhin den Transport übernehmen.

„Wir sind überzeugt, dass wir nun für jeden Bewohner - es sind ja nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, die noch auf einem ‚Kinderplatz‘ wohnen – ein gutes Angebot machen können“, so Dr. Dr. Caspar Söling, der Sprecher der Geschäftsführung des Sankt Vincenzstifts. „Hierfür werden wir Wohngruppen auch umstrukturieren, die Zusammensetzung der Bewohner ändern und Betreuungskonzepte anpassen – so, wie wir das immer tun, wenn wir neue Bewohner aufnehmen. Wichtig ist, dass es passt.“

Die bisherigen Planungen bestätigten, dass es für die derzeit im Kinderhaus Frank lebenden 19 Bewohner  passt:

-       Für ein Kind wurde eine Betreuungsmöglichkeit in einem anderen Bundesland gefunden. Der Umzug findet bereits in ca. 2 Wochen statt.

-       Drei Kinder, die eine Sauerstoffunterstützung benötigen, können noch im Februar in eine entsprechend spezialisierte Einrichtung in einem anderen Bundesland ziehen. Eine schriftliche Zusage der dortigen Leitung liegt vor.

-       Vier erwachsene Bewohner ziehen nach Oberursel (drei in das neue Haus Königsegg, das ab März bezogen wird, sowie eine Person ins ADH).

-       Vier Kinder können in das Kinderhaus Jona ziehen, das das Sankt Vincenzstift in Offenbach betreibt.

-       Sieben Kinder können ins Kinderhaus Jonathan in Hofheim ziehen, ebenfalls in Trägerschaft des Sank Vincenzstifts.


Diese Planungen seien auch mit den Mitarbeitern des Kinderhauses Frank fachlich abgestimmt, die die Kinder aktuell begleiten. 
Ein Schreiben an die Eltern mit dem entsprechenden Angebot sei an die Eltern versandt worden. „Wir bieten die Plätze an“, so Dr. Dr. Caspar Söling. „Das war und ist unsere Zusage. Die Eltern entscheiden, ob sie das Angebot annehmen. Wir können ihnen zusichern, dass ihr Kind bei uns gut aufgehoben ist – aber die letzte Entscheidung, ob sie ihr Kind uns oder jemand anderem anvertrauen möchten, liegt in ihrer Hand.“

„Neue Bewohner, neue gesetzliche Anforderungen, neue pädagogische Konzepte – seit seinem Bestehen muss sich das Sankt Vincenzstift ständig sich ändernden Rahmenbedingungen anpassen, um eine gute Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung sicher zu stellen“, erläutert Dr. Söling das Konzept. „Seit rund zehn Jahren bauen wir das komplette Vincenzstift sowohl räumlich als auch konzeptionell um, um beispielsweise auch mit mehr dezentralen Angeboten mehr Teilhabe zu ermöglichen.“ Diese Erfahrungen wolle das Vincenzstift nun auch bei der Übernahme des Kinderhauses Frank einbringen.